Wohnen | 200 Jahre Raiffeisen

Sicherheit geben, Zusammenhalt fördern

Wohnungsgenossenschaften

Wohnraum ist knapp und teuer – gerade in Ballungsräumen. Das ist kein neues Phänomen: Auch zu Raiffeisens Zeiten waren mit dem Nötigsten ausgestattete Wohnungen für weite Teile der Bevölkerung unerschwinglich. Im 19. Jahrhundert wurden deshalb die ersten Wohnungsbaugenossenschaften gegründet.

Indem die Mitglieder einen Genossenschaftsanteil erwerben, werden sie zu Miteigentümern und haben ein Mitbestimmungsrecht bei der Gestaltung der Wohneinheiten. Und sie können sicher sein, dass die Interessen ihres Wohnungsunternehmens sich in erster Linie an ihrem eigenen Wohl orientiert – und nicht an den kurzfristigen Gewinnerwartungen von Spekulanten. Außerdem haben Genossenschaftsmitglieder ein lebenslanges Wohnrecht zu vergleichsweise günstigen Preisen.

Heute bieten etwa 2.000 Wohnungsgenossenschaften in Deutschland 2,2 Millionen Wohnungen für über fünf Millionen Menschen. Das ist etwa ein Zehntel aller Wohnungen in Deutschland. Bundesweit sind etwa 2,8 Millionen Menschen Mitglieder einer Wohnungsgenossenschaft.