Soziales | 200 Jahre Raiffeisen

Sich einbringen, Verantwortung übernehmen

Sozialgenossenschaften

Partizipation, Chancengleichheit und Hilfe zur Selbsthilfe: Die Kerngedanken der Genossenschaftsidee sind brandaktuell – gerade, wenn es um Soziales geht. 332 Sozialgenossenschaften wurden allein zwischen 2005 und 2014 gegründet.

Etwa die Hälfte dieser Gründungen geht auf Menschen zurück, die von einem Missstand betroffen sind und deshalb beschließen, selbst aktiv zu werden. Sie gründen Dorfläden, um die Versorgung mit dem Nötigsten auch in ländlich geprägten Gegenden aufrechtzuerhalten; sie retten Schwimmbäder, Kinos oder andere Kulturangebote mit frischen Ideen vor der Schließung. Vielfach ermöglichen die Kooperationen auch neue Wohnformen für Alt und Jung. 

Auch Arbeitgeber schließen sich sozialgenossenschaftlich zusammen, um beispielsweise ihre Mitarbeiter bei der Betreuung von Kindern oder der Pflege von Angehörigen zu unterstützen. Und wenn es um die Teilhabe behinderter Menschen am Arbeitsleben geht, spielen Sozialgenossenschaften eine zentrale Rolle: Rund 300.000 Beschäftigte mit einer Behinderung arbeiten in rund 680 Werkstätten in Deutschland.