Konsum | 200 Jahre Raiffeisen

Die Region fördern, nachhaltig leben

Konsumgenossenschaften

„Frida – wenn deine Mutter ooch in’s ‚Konsum‘ koofte, wärste schon lange ein kräftiges Kind.“ Das schrieb das Berliner Original Heinrich Zille 1924 unter die Illustration einer Konsumgenossenschaft. Im „Konsum“ wurden aber schon zu Raiffeisens Zeiten Waren des täglichen Bedarfs vertrieben – zum Teil sogar aus eigener Produktion. Entstanden sind die Konsumgenossenschaften nach dem Motto: Wer seine Versorgung selbst in die Hand nimmt, zahlt weniger als beim (wuchernden) Krämer und leidet seltener Hunger. Ein Gesetz von 1889 definierte Konsumgenossenschaften als „Vereine zum gemeinschaftlichen Einkauf von Lebens- oder Wirtschaftsbedürfnissen“.

In Deutschland entstanden die ersten Konsumgenossenschaften im 19. Jahrhundert in Sachsen und Baden-Württemberg. Viele Jahre später, in der DDR, ging der „Konsum“ als Synonym für Lebensmittelgeschäft in die Umgangssprache ein. Aber auch heute ist der Lebensmittelhandel vielfach genossenschaftlich organisiert, vom Dorfladen bis zur überregionalen Kette. „Konsumgenossenschaften“ sind allerdings viel mehr als Orte für Lebensmittel. Auch die tageszeitung (taz) oder Greenpeace energy fallen unter den Begriff. Die 3.332 deutschen Konsumgenossenschaften haben in Deutschland etwa 300.000 Mitglieder.  

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