Vom Korn zum Brot | 200 Jahre Raiffeisen

Vom Korn zum Brot

Vom Korn zum Brot

Auf den Spuren Raiffeisens haben Westerwälder Schul- und Kindergartenkinder Getreide angebaut. Alle Einrichtungen backten im Oktober am internationalen Tag des Brotes in Erinnerung an Raiffeisen daraus dann eigenes Brot.

Wer nachhaltig handelt, zeigt schon den Jüngsten, wie das pragmatisch im Alltag funktioniert. In diesem Sinne ist im Landkreis Neuwied das kreisübergreifende Projekt „Vom Korn zum Brot“ initiiert worden. „Wir möchten bereits Kindern den Wert von Lebensmitteln vermitteln, insbesondere von Brot. Dazu zählt auch die komplexe Arbeit der Bauern“, erläutert Petra Neuendorf, Leiterin des Amts für Stadtmarketing in Neuwied. Sie hat sich gemeinsam mit Josef Zolk, dem ehemalige Bürgermeister von Flammersfeld und stellvertretenden Vorsitzenden der Deutschen Friedrich-Wilhelm-Raiffeisen-Gesellschaft, für diese Idee im Raiffeisen-Jahr 2018 stark gemacht.

Kinder der Grundschule Heddesdorfer Berg und den Kitas aus Heddesdorf und Oberbieber sind beim Projekt „Vom Korn zum Brot“ mit Leidenschaft dabei. Das freut (von links) Neuwieds Oberbürgermeister Jan Einig, Josef Zolk, stellvertretender Vorsitzender der Deutschen Friedrich-Wilhelm-Raiffeisen-Gesellschaft, Bürgermeister Michael Mang, Klaus Gleichauf, Geschäftsführer der Informa GgmbH, Karin Schomisch, Leiterin der Oberbieberer Kita, und Amtsleiterin Petra Neuendorf.
Foto: Pressestelle Stadt Neuwied

Wir möchten bereits Kindern den Wert von Lebensmitteln vermitteln, insbesondere von Brot. Dazu zählt auch die komplexe Arbeit der Bauern

Petra Neuendorf
Leiterin des Amts für Stadtmarketing in Neuwied

Brot ist eines der wichtigsten Nahrungsmittel überhaupt. Das wusste auch Friedrich Wilhelm Raiffeisen, der mit seinen Brotvereinen den praktischen Grundstock für die spätere weltumspannende Genossenschaftsbewegung legte. An Raiffeisens Idee zum solidarischen Handeln knüpft das Projekt an: Kindergarten- und Schulkinder entlang der „Raiffeisen-Straße“ von Hamm über Weyerbusch und Flammersfeld bis nach Neuwied-Heddesdorf erhalten vom Kooperationspartner Informa gGmbH und der Neuen Arbeit gefertigte Pflanzkisten. Zudem bekommen sie Getreidekörner, die in die Erde wandern. Die Kinder pflegen die Saat, verfolgen das Reifen des Getreides, ernten und mahlen es, um aus dem Mehl Brot zu backen. Eine Übung in nachhaltigem Wirtschaften  – und darüber hinaus auch noch gesund. Die Resonanz sei überaus positiv, so Neuendorf. Allein in der Stadt Neuwied beteiligten sich acht Kindertagesstätten und zwei Grundschulen an der Aktion.