Friedrich Wilhelm Raiffeisen im Porträt | 200 Jahre Raiffeisen

Friedrich Wilhelm Raiffeisen im Porträt

Porträt von Raiffeisen im Düsseldorfer Landeskirchenamt eingeweiht

„Einer für alle – alle für einen!“ Die Leitidee Friedrich Wilhelm Raiffeisens (1818 – 1888) begründete maßgeblich das moderne Genossenschaftswesen. Der evangelische Glaube war zeitlebens die Richtschnur seines Denkens und Handelns. Jetzt ziert ein Porträt Raiffeisens eine der Wände im Düsseldorfer Landeskirchenamt.

Im Landeskirchenamt der Evangelischen Kirche im Rheinland in Düsseldorf wurde am 7. Mai 2018 ein großes Porträt von Friedrich Wilhelm Raiffeisen eingeweiht. Zur Einweihung im Rahmen der montäglichen Andacht kamen etwa 80 Personen. Die Evangelische Kirche im Rheinland würdigt mit den Porträts Persönlichkeiten, die aus der rheinischen Kirche stammen oder eine große Bedeutung für die rheinische Kirche haben. 

 

v.l.n.r.: Studienleiter Peter Mörbel, Archivdirektor Dr. Stefan Flesch, Präses Manfred Rekowski, Vizepräsident Dr. Johann Weusmann, Vorsitzender der Deutschen Friedrich-Wilhelm-Raiffeisen-Gesellschaft Werner Böhnke und Künstler Roman Olichowski.
Bild: EKiR / Marcel Kuß

Raiffeisens wichtigste Prinzipien – Solidarität und Hilfe zur Selbsthilfe – fußen auf dem christlichen Gebot der Nächstenliebe. Sie sind bis heute das Fundament der Genossenschaftsidee, die sich weltweit verbreitete: In rund 900.000 Genossenschaften in 100 Ländern der Erde organisieren sich heute rund eine Milliarde Menschen.

Friedrich Wilhelm Raiffeisen war ein christlicher Überzeugungstäter. Für ihn war klar: Menschen, die hungern, muss geholfen werden. Am wirksamsten ist Hilfe zur Selbsthilfe.

Präses Manfred Rekowski

Zur Evangelischen Kirche im Rheinland gehören und gehörten zahlreiche Frauen und Männer, die sie im Glauben, im Selbstverständnis und im Selbstbewusstsein geprägt haben. Sich wegweisender Köpfe bewusst zu sein und zu bleiben, ist nach dem Selbstverständnis der rheinischen Kirche nicht beschränkbar auf eine Fotogalerie bisheriger Präsides. Im Landeskirchenamt im Düsseldorf verbinden sich deshalb Porträts wichtiger Gestalten mit Information und Kunst. Insgesamt soll es in den nächsten Jahren an der Hans-Böckler-Straße 7 in Düsseldorf zwanzig Porträts von zwanzig rheinischen Kirchenköpfen geben.

Raiffeisen hat vorgemacht, wie eine Gesellschaft Solidarität und Hilfe zur Selbsthilfe verwirklichen kann – und das aus dem christlichen Gebot der Nächstenliebe.

Vizepräsident Dr. Johann Weusmann